Sommernachtstraum

Sa 06.05.2023, 20:00 Uhr, Wiesbaden, Staatstheater

Sommernachtstraum (Foto: Volker Renner, Bildbearbeitung: Simone Nilius)

Feen, Elfen, Helden, Königinnen – das ist der Stoff, aus dem Märchenträume sind und denen sich William Shakespeare in seinem Sommernachtstraum („A Midsummer night’s dream“) widmet. Seit seiner Uraufführung (vor 1600) zählt die Komödie zu den beliebtesten Werken des englischen Dramatikers und diente als Vorlage für zahlreiche Kompositionen. Die bekannteste Vertonung des Stoffes ist zweifelsohne Felix Mendelssohn Bartholdys Sommernachtstraum. 1826 las Mendelssohn die deutsche Übersetzung und begann sogleich mit der Komposition der Ouvertüre, die noch im selben Jahr uraufgeführt wurde. Erst 1843 verfasste Mendelssohn, auf Anregung des Musikdirektors des Leipziger Gewandhausorchesters, die Schauspielmusik. Dabei griff er auf die bereits vorhandene Ouvertüre zurück, deren jugendliche Frische heute noch bezaubert. Dem „bezaubernden“ Stil dieser Einleitung blieb er im restlichen Verlauf treu und schuf somit inspirierende Musik, die bis heute mit ihrer Leichtigkeit das Publikum in den Bann zieht – nicht zuletzt wegen des berühmten „Hochzeitsmarsches“. Die Popularität dieses Marsches lässt die übrigen Sätze oft in den Hintergrund treten, gerade die ruhigen, elegischen Teile wie das „Notturno“ oder den „Marcia funebre“. Doch genau dieses Wechselspiel der musikalischen Schattierungen zwischen hell und dunkel, zwischen langsam und schnell, zwischen Witz und Elegie, macht Mendelssohns Sommernachtstraum zu einem kurzweiligen, originellen und berauschenden Musikerlebnis.

Mit seinem temperamentvollen Dirigat ist Pablo Heras-Casado der ideale Leiter dieses Shakespeare-Abends voller Zauber und Magie.

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY EIN SOMMERNACHTSTRAUM OP. 61
FRANZ SCHUBERT OUVERTÜRE ROSAMUNDE D. 797
SINFONIE NR. 2 B-DUR D. 125

MAX URLACHER SPRECHER
RIAS KAMMERCHOR BERLIN
FREIBURGER BAROCKORCHESTER
PABLO HERAS-CASADO LEITUNG

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