6 Brandenburgische Konzerte
Solistinnen und Solisten
Biographien
Daniela Lieb Flöte
Nach ihrer Ausbildung zur staatlich geprüften Musikschullehrerin an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl studierte Daniela Lieb an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main den Studiengang Orchestermusik und schloss diesen mit Auszeichnung ab. Im Anschluss studierte Daniela Lieb Historische Interpretationspraxis bei Michael Schneider und Karl Kaiser. Am Königlichen Konservatorium Den Haag wurde sie in die Solistenklasse bei Barthold Kuijken aufgenommen.
Sie war zwei Jahre lang Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie bevor sie von 1999 bis 2000 unter Vertrag beim Staatstheater Darmstadt stand. Seit einiger Zeit konzertiert Daniela Lieb freiberuflich in Konzerten und CD-Produktionen mit namhaften Orchestern, wie z. B. dem Balthasar Neumann Ensemble, La Stagione Frankfurt, Concerto Köln, Vox Luminis, unter Dirigenten wie Gustav Leonhardt, René Jacobs, Philippe Herreweghe, Thomas Hengelbrock, Pablo Heras-Casado, Sir Simon Rattle und Teodor Currentzis.
Im Jahre 2000 musizierte Daniela Lieb erstmals mit dem Freiburger Barockorchester, 2016 wurde sie zur Gesellschafterin des Ensembles berufen und bekleidet seither die Stelle der 1. Flötistin. Als Solistin, Orchestermusikerin und Kammermusikpartnerin konzertiert Daniela Lieb mit dem Freiburger Barockorchester weltweit in bedeutenden Konzerthäusern. Sie konnte in ihrer Rolle als Mitglied im Gremium der künstlerischen Leitung die programmatische Ausrichtung des Orchesters maßgeblich mitbestimmen. Neben ihrer Tätigkeit beim FBO ist die Flötistin auch festes Mitglied bei Concentus Musicus Wien unter der Leitung von Stefan Gottfried.
Von 2001 bis 2006 hatte Daniela Lieb einen Lehrauftrag im Fach Querflöte an der Musikhochschule Frankfurt inne. Traversflöte unterrichtet sie seit dem Sommersemester 2020 ebenfalls als Lehrbeauftragte an der Musikhochschule Freiburg als Nachfolgerin von Karl Kaiser. Ihre Unterrichtserfahrung konnte Sie im Rahmen der jährlich stattfindenden, vom Freiburger Barockorchester zusammen mit dem Ensemble Recherche organisierten Ensemble-Akademie vertiefen, sowohl im Einzel- als auch im Ensembleunterricht. 2021 erhielt sie eine Professur für Traversflöte an der Musikhochschule Frankfurt.
Josep Domènech Oboe
Der Oboist Josep Domènech wurde in Amposta (Katalonien) geboren. 1998 zog er zunächst nach Basel, später in die Niederlande, um Oboe und historische Aufführungspraxis zu studieren. Er schloss sein Studium in der Klasse von Alfredo Bernardini 2003 mit Auszeichnung ab. Er selbst folgte Bernardini in Position als Lehrer am königlichen Konservatorium von Amsterdam, außerdem unterrichtet er an der Musikhochschule Bremen.
Josep Domènech konzertiert mit bedeutenden Ensembles wie Il Giardino Armonico, dem Orchestre des Champs-Élysées, dem Bach Collegium Japan, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, den English Baroque Soloists und dem Orchestre revolutionaire et romantique.
Seit 2020 ist Josep Domènech festes Mitglied des Freiburger Barockorchesters. Darüber hinaus ist er Oboist beim Ensemble Dialoghi. Neben seiner Tätigkeit als aktiver Musiker und Lehrer widmet er sich zusammen mit dem Oboenmacher Pau Orriols dem Oboenbau.
Moritz Görg Trompete
Der Trompeter Moritz Görg konzertiert auf den bedeutenden Konzertbühnen weltweit.
Neben seinen solistischen Tätigkeiten, die ihn mit vielen Ensembles und Sinfonieorchestern wie den Nürnberger Symphonikern, Sinfonieorchester Wuppertal, Orquesta Sinfónica Concepción (Chile), Freiburger Barockorchester zusammenbringen, ist er regelmäßig Gast bei deutschen Orchestern, u. a. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen.
Als Spezialist des Musizierens auf der ventillosen Naturtrompete arbeitet Moritz Görg mit führenden Dirigenten der Alten Musik, u. a. Thomas Hengelbrock, Philippe Herreweghe, Lionel Meunier. Er ist 1. Trompeter des Balthasar Neumann Orchesters und spielt mit Vox Luminis, Freiburger Barockorchester, Collegium Vocale Gent u.a..
Moritz Görg ist Trompeten-Dozent an den Hochschulen für Musik in Hamburg und Mannheim und gibt Meisterkurse im In- und Ausland (u.a. Havanna/Kuba, Concepción/Chile, Montevideo/Uruguay, Reggello/Italien, Festspielhaus Baden-Baden, HfM Dresden und Lübeck).
In Ulm geboren, studierte Moritz Görg Trompete bei Prof. Uwe Kleindienst, Prof. Håkan Hardenberger, Prof. Bo Nilsson und Prof. Matthias Höfs.
Als Neubauer Artist spielt Moritz Görg exklusiv auf Trompeten des Blechblasinstrumentenbauers Norbert Neubauer aus Nürnberg.
Isabel Lehmann Blockflöte
Isabel Lehmann studierte Blockflöte in Freiburg, Rotterdam (Solistendiplom mit Auszeichnung) und mit einem DAAD Stipendium in Mailand und Bologna.
Sie erhielt den Vriendenkrans Preis des Concertgebouw Amsterdam und gewann 1989 den internationalen Blockflöten Wettbewerb in Calw. Als Blockflötistin des Freiburger Barockorchesters war sie Gast bedeutender internationaler Festivals und wirkte bei zahlreichen CD-Einspielungen mit.
Sie konzertierte außerdem mit Combattimento Consort Amsterdam, Café Zimmermann, La Risonanza Mailand und anderen und ist seit 2006 Mitarbeiterin in der Blockflötenwerkstatt Monika Musch.
Isabel Lehmann unterrichtet mit großem Vergnügen Schülerinnen und Schüler jeden Alters und war 2007-2020 Lehrbeauftragte der Musikhochschule Freiburg.
Marie Deller Blockflöte
Marie Deller studierte Violoncello/Barockcello und Blockflöte bei Prof. Susanne Müller-Hornbach, Prof. Kristin von der Goltz und Prof. Michael Schneider an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.
Sie konzertiert im In- und Ausland mit namenhaften Orchestern und Dirigenten. So mit dem Freiburger Barockorchester, Freiburger BarockConsort, Concerto Köln, Harmonie Universelle, Camerata Köln, La Stagione Frankfurt, Museumsorchester Frankfurt, Sinfonieorchester des HR, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland- Pfalz, Staatstheater Darmstadt, Main Barockorchester, Neumeyer Consort, Bachorchester Mainz, René Jacobs, Pablo Heras-Casado, Jérémie Rhorer, Andrea Marcon, Prof. Michael Schneider, Prof. Ralf Otto, Laurence Cummings, Christopher Moulds und Simon Rattle.
Darüber hinaus spielt sie gerne Kammerkonzerte und ist mit Freude als Instrumentalpädagogin an der Musikschule Bad Vilbel und Karben tätig.
Péter Barczi Violine
Péter Barczi wurde in Ungarn geboren und studierte zunächst moderne Violine. Nach seinem Examen widmete er sich der historischen Aufführungspraxis und studierte in Budapest, Dresden, Trossingen und Basel Barockvioline bei Piroska Vitárius, Simon Standage, John Holloway, Anton Steck und Chiara Banchini.
Seit 2021 ist Péter Barczi festes Mitglied beim Freiburger Barockorchester, mit dem er zuvor schon häufig musiziert hatte und auch immer wieder als Konzertmeister in Erscheinung trat.
Im Streichquartett Almaviva spielt Péter Barczi an der 2. Violine. Er ist ferner Konzertmeister der Camerata Basel sowie im Orchester der J. S. Bach Stiftung St. Gallen. 2006 gründete er das überaus erfolgreiche Capricornus Consort Basel. Die Qualität des Ensembles ist auf zwölf CD-Einspielungen beim Label Christophorus dokumentiert. Die Aufnahmen des Capricornus Consort Basel wurden mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Diapason d’Or, dem International Classic Music Award, einem ECHO Klassik, einem OPUS Klassik sowie dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik.
Éva Borhi Violine
Die aus Ungarn stammende Geigerin Éva Borhi studierte zunächst am Konservatorium von Szeged, das sie mit dem Konzertdiplom verließ. Anschließend begann sie sich intensiv mit der Barockvioline zu beschäftigten. Weitergehende Studien führten sie nach Dresden, Trossingen und Basel, wo sie von Simon Standage, John Holloway, Anton Steck und Chiara Banchini ausgebildet wurde. Eine ausgedehnte Konzerttätigkeit verbindet sie mit dem Ensemble 415, mit dem sie unter Chiara Banchini weltweit gastierte.
Éva Borhi ist ferner erste Geigerin des Streichquartetts Almaviva, das auf die historisch informierte Aufführung von Werken aus der Klassik spezialisiert ist. Sie ist feste Konzertmeisterin im Orchester der J.S. Bach Stiftung St. Gallen. Seit vielen Jahren musiziert Éva Borhi außerdem zusammen mit dem Freiburger Barockorchester und tritt regelmäßig als Konzertmeisterin mit dem La Cetra Barockorchester Basel und der Camerata Basel in Erscheinung. Sie ist Mitbegründerin des renommierten Capricornus Consort Basel, mit dem sie bereits mehrere preisgekrönte CDs eingespielt hat.
Hannah Visser Violine
Die niederländische Geigerin Hannah Visser ist eine vielseitige Musikerin mit besonderem Schwerpunkt auf historischer Aufführungspraxis und historischem Instrumentarium.
Sie konzertiert regelmäßig mit renommierten Ensembles und Orchestern wie Vox Luminis, dem Orkest van de 18e Feuw, dem Orchestra of the Age Enlightenment, der Bachstiftung St. Gallen und Spira Mirabilis, wobei sie sowohl in führenden Positionen wie Konzertmeisterin und Solistin als auch im Ensemble tätig ist.
Seit 2015 spielt sie regelmäßig beim Freiburger Barockorchester, dem sie seit 2022 als Gesellschafterin angehört.
Mit dem Ensemble ist sie dabei regemäßig auf internationalen Bühnen und bei renommierten Festivals zu erleben. Ihre Künstlerische Arbeit ist geprägt von der intensiven Zusammenarbeit mit Musikerinnen und Musikern sowie Dirigenten wie Teodor Currentzis, Trevor Pinnock, René Jacobs, Kristian Bezuidenhout, Isabelle Faust und Raphaël Pichon. Dabei ist sie sowohl in führenden Positionen als auch als Ensemblemusikerin tätig und widmet sich einem Repertoire vom 17. bis ins 21. Jahrhundert.
Im Freiburger BarockConsort widmet sie sich intensiv dem kammermusikalischen Repertoire des Frühbarock. Mit dem Ensemble tritt sie regelmäßig als Konzertmeisterin und Solistin international und national auf.
Gottfried von der Goltz Violine
Gottfried von der Goltz hat sich als Barockgeiger und als künstlerischer Leiter des Freiburger Barockorchesters einen international beachteten Namen gemacht. Wie im 18. Jahrhundert üblich, leitet er das FBO vom Pult des Konzertmeisters aus. Sein Repertoire erstreckt sich vom Frühbarock bis in die musikalische Gegenwart, illustriert durch eine breite Diskografie, die ihn als ungemein vielseitigen und flexiblen Musiker ausweist. Vor allem mit CD-Einspielungen der lange zu Unrecht vergessenen Musik des Dresdner Barock und der vier Bach-Söhne hat sich Gottfried von der Goltz in Fachkreisen den Ruf eines Spezialisten erworben.
Neben seinen zahlreichen Auftritten mit dem FBO arbeitet Gottfried von der Goltz regelmäßig (als Gastdirigent und als Solist) mit den Berliner Barocksolisten, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, dem hr-Sinfonieorchester, dem Tafelmusik Baroque Orchestra und anderen Ensembles zusammen. Für einige Jahre war er dem Norsk Barokkorkester als künstlerischer Leiter eng verbunden. Gottfried von der Goltz hegt auch eine große Leidenschaft für Kammermusik, der er in unterschiedlichen Formationen nachgeht.
Als Professor an der Hochschule für Musik Freiburg ist er ein gefragter Lehrer für barocke und moderne Violine.
Corina Golomoz Viola
Die gleichermaßen vielseitige wie hochkarätige Musikerin Corina Golomoz, gebürtige Moldawierin, studierte zunächst Violine bei Prof. Petru Munteanu an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, gefolgt von einem Viola-Studium bei Prof. Karin Wolf an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, welches sie 2015 mit dem Solisten-Examen abschloss. Ihr facettenreiches künstlerisches Profil erstreckt sich sowohl über moderne wie historische Instrumente als auch über alle Epochen der Musikgeschichte.
Folgerichtig gastiert sie in renommierten Ensembles mit unterschiedlichen Ausrichtungen. Dazu zählen Collegium Vocale Gent, Concerto Köln, Nuovo Aspetto, L‘Arte del mondo, Anima Eterna Brügge, Balthasar-Neumann Ensemble und Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Außerdem absolvierte sie ein Praktikum beim SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Ihre interpretatorische Kraft und technische Brillanz fanden bereits Ausdruck in mehreren Preisen, wie beim Viola Wettbewerb „Walter Witte“ oder der „International Max Rostal Competition“. Corina Golomoz gehört seit 2021 zum festen Mitgliederstamm des international gefeierten Freiburger Barockorchesters.
In den Jahren 2016 bis 2021 hatte sie zudem im Rahmen eines Lehrauftrags an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim Gelegenheit, ihre künstlerische Erfahrung an Studierende weiterzureichen.
Werner Saller Viola
Bereits vor seinem Abitur studierte Werner Saller als Gaststudent am Richard-Strauss-Konservatorium München, wo er nach seinem Abitur auch sein Hauptstudium (bei Martin Albrecht Rohde) absolvierte. Von 1990 bis 1994 studierte er in der Klasse von Barbara Westphal an der Musikhochschule Lübeck.
Im Alter von 24 Jahren kaufte er sich seine erste Barockviola und nahm an Kursen im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis teil. Zuvor beschäftige er sich ausgiebig mit der Interpretation und dem Instrumentarium des 15. und 16. Jahrhundert. Gleichzeitig besuchte er Seminare zur musikalischen Phänomenologie bei Sergiu Celibidache.
Seit 2010 ist Werner Saller Gesellschafter des Freiburger Barockorchesters. Daneben konzertiert er mit weiteren Ensembles, z.B. mit L’arpa festante, mit dem Concerto Köln oder mit dem Barockorchester La Cetra Basel. Er ist ferner festes Mitglied des Almaviva Quartetts.
Beatriz Lopez Paz Viola da Gamba
Beatriz Lopez Paz (1997, Havanna) ist eine kubanische Musikerin mit Schwerpunkt Alte Musik. Im Alter von sieben Jahren begann sie Violine zu spielen und entdeckte ihre Berufung für die historische Aufführungspraxis als Mitglied des Ensembles Ars Longa.
2018 zog sie nach Basel, um an der Schola Cantorum Basiliensis bei Paolo Pandolfo Viola da Gamba zu studieren. Dort erwarb sie den Bachelorabschluss (2021), den Master Performance (2023) sowie den Master Musikpädagogik, den sie 2025 mit Auszeichnung (cum laude) abschloss.
2023 war sie Finalistin des Bach-Abel-Wettbewerbs. 2025 erhielt sie den Walter und Corina Christen-Marchal-Stiftung Preis für das herausragende Masterrezital im Fach Viola da Gamba an der Schola Cantorum Basiliensis.
Sie konzertierte bei bedeutenden Festivals in Europa, den USA und Lateinamerika und arbeitete unter anderem mit den Ensembles Ars Longa, Capricornus Consort Basel, L’Appassionata, Elyma, La Chimera, Los Elementos, Avventura Barocca, Ensemble I Gemelli, und dem Berliner Figuralchor zusammen. Darüber hinaus wirkt sie an zahlreichen Aufnahmeprojekten mit.
Arthur Cambreling Viola da Gamba
Sebastian Wienand Cembalo
„a tremendously engaging player and a generous team player too“ – so urteilt das International Record Review über den in Basel lebenden Cembalisten und Fortepianisten Sebastian Wienand.
Noch vor seinen Studien an der Schola Cantorum Basiliensis gründete er das Ensemble l’Ornamento. Der Erste Preis und Publikumspreis bei Musica Antiqua Brügge sowie der Publikumspreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern ebneten dem Ensemble den Weg zu einer internationalen Karriere. Neben dem Zürcher Kammerorchester ist Sebastian Wienand Mitglied des Freiburger Barockorchesters. Den Musiker verbindet eine langjährige Zusammenarbeit mit dem weltweit renommierten Originalklangensemble, mit dem er auch regelmäßig als Solist auftritt.
Ein weiterer Verbündeter ist Maurice Steger. Die CDs Mr. Handel’s Dinner (2019) und A Tribute to Bach (2023) mit ihm und La Cetra Barockorchester Basel bildet die äußerst kreative und fruchtbare Zusammenarbeit der beiden Musiker auf einzigartige Weise ab.













