Abokonzert 4 Stuttgart | La serva padrona

U. W. Graf v. Wassenaer
Concerto Nr. 5 f-Moll für 4 Violinen
G. B. Pergolesi
Concerto B-Dur für Violine
Salve Regina c-Moll
La serva padrona

 

Sunhae Im, Serpina (Sopran)
Michael Nagy, Uberto (Bariton)
Tristan Braun, Vespone & Pantomime | Regie

Freiburger Barockorchester
Gottfried von der Goltz, Violine und Leitung

Die Welt steht Kopf: 1733 schreibt der junge Neapolitanische Komponist Giovanni Battista Pergolesi eine neue ernste Oper, Il prigionier superbo. Jedoch nicht dieses Stück, sondern sein 45-minütiges komisches Intermezzo, La serva padrona (Die Magd als Herrin), ist ein riesiger Erfolg. Es entpuppt sich selbst als eine Magd, die zur Herrin wird, indem es die traditionelle Rangfolge der Gattungen Opera seria (Herrin) und komisches Intermezzo (Magd) herausfordert. Gleichzeitig markiert es den
Beginn des Triumphs der bürgerlichen Gesellschaft über die höfische Adelskultur des Barock. Ebenso wie im Stück die Magd Serpina den Haushalt des Herren Uberto übernimmt, indem sie trickst und am Ende sein Herz gewinnt, nahmen komische bürgerliche Opern allmählich den Platz des strengen Stils der Opern Metastasios ein, die bereits am Ende des Jahrhunderts als veraltet galten. Das FBO führt dieses epochemachende Werk halbszenisch auf. Abgerundet wird das Programm durch leidenschaftliche Instrumental- und Sakralmusik:
Pergolesis bekanntes und delikates Violinkonzert, sein anrührendes Salve regina in c-Moll und eines der Concerti armonici von Graf Wassenaer, die lange Zeit Pergolesi selbst zugeschrieben wurden.

Ort: Stuttgart

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